Die private Krankenversicherung für Studenten im Überblick

Studenten sind notorisch oft pleite und daher stellen sich viele von ihnen gar nicht die Frage, ob sie eigentlich in einer privaten Krankenversicherung besser aufgehoben wären als in einer gesetzlichen Krankenversicherung. Das liegt vor allem daran, dass es nach wie vor heißt, die private Krankenversicherung wäre deutlich teurer. Tatsächlich ist das gar nicht immer der Fall. Generell müssen sich Studenten ab einem bestimmten Alter oder einem gewissen Einkommen selbst versichern. Sowohl bei der gesetzlichen als auch bei der privaten Krankenversicherung fallen dann Kosten an. Wer sich die Zeit nimmt, diese Kosten zu vergleichen, der wird merken, dass Studenten teilweise in der privaten Krankenversicherung besser aufgehoben sind.

Die Krankenversicherung bis zum 25. Geburtstag

Vor dem 25. Geburtstag müssen sich Studenten in der Regel gar keine Gedanken darüber machen, wie sie sich krankenversichern. Bis zu diesem Alter sind sie in der Versicherung ihrer Eltern als Kinder mit erfasst. Dies kann lediglich dann variieren, wenn der Student einen hohen Eigenverdienst durch eine zusätzliche Stelle hat – er also sozialversicherungspflichtig wird. Das Einkommen darf monatlich damit einen Betrag von 375 Euro nicht überschreiten. Ist dies doch der Fall, es wird aber nicht gemeldet, kann es zu Strafzahlungen kommen.

Die Krankenversicherung nach dem 25. Geburtstag

Spätestens mit dem 25. Geburtstag müssen sich Studenten nun aber Gedanken machen, wie sie sich krankenversichern möchten. Die private Krankenversicherung ist eine gute Alternative. Wer sie in Anspruch nehmen möchte, muss sich von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen. Dies geht über einen Antrag und sollte innerhalb von den ersten drei Studienmonaten geschehen. Achtung: Ein späterer Wechsel innerhalb des Studiums ist nicht möglich. Wer sich verpflichtet, in die gesetzliche Krankenversicherung zu gehen, muss hier das gesamte Studium über bleiben.

Die Krankenversicherung ab dem 30. Geburtstag

Eine Ausnahme gibt es jedoch. Mit dem Erreichen des 30. Geburtstages haben Studenten erneut die Möglichkeit für einen Wechsel zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Wer vor dem 30. Geburtstag das 14. Fachsemester innerhalb eines Studiums beendet, der kann ebenfalls wechseln, ohne mit Kosten rechnen zu müssen. Denn: Ab dem 30. Geburtstag werden auch die Kosten für die gesetzlichen Krankenkassen höher. Hier kann es sich durchaus lohnen für Studenten, den Wechsel in Betracht zu ziehen.

Wann der Wechsel zur PKV wirklich lohnenswert ist

Es ist kein Geheimnis, dass es mit zunehmendem Alter immer schwieriger wird, in der privaten Krankenversicherung gute Konditionen zu erhalten. Eine Gesundheitsprüfung muss immer abgelegt werden, diese entscheidet in der Regel auch über die Einstufung des Versicherten. Daher ist es durchaus lohnenswert, sich früh darüber Gedanken zu machen, in die private Krankenversicherung einzutreten und diese in Anspruch zu nehmen. Lohnenswert zeigen sich die Angebote meist für junge Männer, aber auch Frauen können profitieren. Nicht zu unterschätzen ist der Vorteil, dass bei der privaten Krankenversicherung die Versicherungspakete selbst zusammengestellt werden können.

TIPP: Viele private Angebote enthalten auch verminderte Tarife, die von Versicherten bis zu einem Alter von 34 Jahren in Anspruch genommen werden können. So lassen sich gleich noch mehr Kosten sparen und dennoch die Vorteile der privaten Krankenversicherung genießen.